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Markengeschichte 02Die Entwicklung und der Erfolg einer originalen Schriftart

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Eine Anfrage von einem amerikanischen Vertriebsunternehmen
führte zu einer neuen Herausforderung und einem neuen Produkt

„Wir möchten, dass Sie dieses Produkt entwickeln, da es einen potenziell hohen Marktwert hat“ – eine Anfrage zur Herstellung einer tragbaren Schreibmaschine wurde 1956 von Max Hugel, dem CEO der Brother International Cooperation (US), gestellt.

Damals waren Schreibmaschinen ein absolutes Muss für Büros in den USA. Tragbare Schreibmaschinen wurden sogar aus Europa importiert. Masayoshi Yasui, der 1958 CEO von Brother war, ließ sich von Hugels Begeisterung inspirieren und war entschlossen, eine tragbare Schreibmaschine zu entwickeln.

Obwohl Schreibmaschinen neu im Fertigungsgeschäft von Brother waren, musste das Produkt funktioneller sein als die damaligen Schreibmaschinen, um mit ihnen konkurrieren zu können. Die Technologieabteilung stellte ein Projektteam zusammen und untersuchte mehrere von US-Unternehmen hergestellte Produkte. Sie kamen zu dem Schluss, dass die Herstellung von Schreibmaschinen keine große Herausforderung sei, da sie die von ihnen entwickelte Technologie für Näh- und Strickmaschinen anwenden konnten.

Die erste Schreibmaschine von Brother und ihre
Herausforderungen auf dem Weg zum Erfolg

Attraktive Schriftarten bestimmen die Qualität einer Schreibmaschine. Gedruckte Schriften, darunter 0,04 mm als die Feinste davon, erforderten besonders präzise Bauteile. Masayoshi Yasui entschied, bei selbst entwickelten Schreibmaschinen zu bleiben. Er wandte die als „Prägepresse“ bekannte Technik an und machte weitere Fortschritte, konnte aber keine Schriften mit feinen Rändern drucken.

Eines Tages wurde Jitsuichi Yasui (der Vizepräsident) von Hinamochi, einer traditionellen japanischen Süßigkeit aus Reispulver inspiriert, die mit Wasser vermischt und dann in eine Holzform gepresst wird. Da das einfache Pressen der Mochi in die Form die Ecken nicht ausfüllte, war weiterer physischer Druck von Hand notwendig.
Durch Anwendung der Methode zur Herstellung von Hinamochi konnten die scharfen Ränder der gedruckten Texte umgesetzt werden. Im Mai 1961 erschien die erste tragbare Alphabet-Schreibmaschine „JP1“ auf dem Markt, die über unübertroffen scharfe Schriftzeichen verfügte.

Prägepressetext
Prägepressetext
Prägepressetext

Prägepressetext

Etablierung von Brother als führender Büromaschinenhersteller
und Beschleunigung des Wachstums in ausländischen Märkten

Die von Brother entwickelte Schreibmaschine „JP1“ wurde für 50 Dollar verkauft, während amerikanische Produkte mit den gleichen Funktionen 70 Dollar kosteten. Nach der Markteinführung dieses Produkts in den USA führte sein guter Ruf zu einem starken Anstieg der Bestellungen.

Nachdem die JP1 in den USA ein großer Erfolg geworden war, wurde das Produkt auch nach Europa exportiert. Brother konnte sich mit dem Slogan „Brother für Büromaschinen“ auf dem US-Markt etablieren.

10 Jahre nach der Markteinführung der JP1 wurde die Schreibmaschine von Brother in mehr als 100 Länder mit 20 verschiedenen Sprachen exportiert. Darüber hinaus ermöglichte die Umstellung auf elektrische Schreibmaschinen den Wechsel von Schriftarten, von denen Brother viele verschiedene anbot.
Auf diese Weise baute Brother seine Position im Schreibmaschinenmarkt weiter aus. Im Laufe der Zeit wich die Schreibmaschine den Druckern und Textverarbeitungsgeräten, sodass schließlich im Mai 2016 die Produktion von Schreibmaschinen bei Brother eingestellt wurde.

Schreibmaschine in einem Ausstellungsraum in Frankreic

Schreibmaschine in einem Ausstellungsraum in Frankreich

Von der Schreibmaschine zum Laserdrucker
Fortschritte auf dem Weg zum gedruckten Text

Die Schriftarten für die Schreibmaschine wurden größtenteils von Brother selbst entwickelt. Diese Schriften wurden wieder zum Leben erweckt, indem die Technologie auch auf andere Brother-Produkte angewendet wurde.

1987 präsentierte Brother seinen ersten Laserdrucker [HL-8]. Aufgrund seiner Schnelligkeit wurde er vom Markt gut angenommen. Von der Zeitschrift „PC Magazine“ wurde er mit dem „Editors Choice Award“ ausgezeichnet. Einige der in diesem Produkt enthaltenen Schriftarten wurden ursprünglich für Schreibmaschinen entwickelt, aber für den Einsatz auf Laserdruckern verfeinert.

Zu diesem Zeitpunkt wurden beim Drucken von einem Computer nur die Schriftgröße, die Zeichenfolge und ähnliche Details gesendet und verarbeitet. Im Drucker wurden verschiedene Schriften vorinstalliert, da der Drucker separat und eigenständig arbeitete.

Etikettendrucker, Nähmaschinen, Karaoke...
Unsere Leidenschaft für Schriftarten lebt in einer Vielzahl von Produkten weiter

Die Schriften von Brother waren nicht nur für das westliche Alphabet, sondern auch für japanische Schriftzeichen (mit fast 8.000 verschiedenen Zeichen) geeignet. Die Schriften wurden für Etikettendrucker, Stickmaschinen und mehr verwendet.

JOYSOUND CROSSO, eine 2009 entwickelte kommerzielle Karaoke-Maschine, wurde mit einer Originalschrift von Brother ausgestattet, was zu einer angenehmeren Darstellung der Texte auf dem Bildschirm führte. Die praktische Anwendung erweiterte sich dann auf Touchpanels, Multifunktionsgeräten und Nähmaschinen.

Die Schriftart für Schreibmaschinen entstand aus der Leidenschaft zur Entwicklung bei Brother. Sie lebt in vielen Produkten weiter, obwohl Schreibmaschinen selbst nicht mehr im Sortiment sind.

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